Pablo
ich heiße PABLO und bin 17 Jahre alt. Ich bin ein Macho und ein ganz sanfter Vertreter meiner Rasse. Leider hatte ich zuletzt Pech. Ich wurde von Deutschen auf der Finca des ermordeten alten Bierkönigs abgestellt. Abgestellt - im wahrsten Sinne der Worte, ohne Futter und Wasser. Ich lebte auf 20.000 qm und frass alles, was irgendwie essbar war. Ich lief bei Gewitter in den Rohbau zwischen allen Möbel und allen zerschlagenen Gläser und CD’s. Ich hinterließ natürlich überall meinen Mist, aber es war ja auch keiner, der mir gesagt hätte, dass ich das nicht soll. Es war nur verdammt einsam.
Die Einzige, die mich versorgte war Christiane. Weil meine Besitzer sich gar nicht sehen ließen, fütterte sie mich immer wieder, und ihr vertraue ich.
Nun - Christiane rief Jutta an und erzählte ihr von meinem Schicksal. Jutta kam daraufhin am Samsatg mit einem LKW und ich hatte furchtbare Panik, weil man mich fangen wollte. Aber Christiane lief ich wie ein Hund hinterher ins demolierte Haus. Als sie mich dort fangen wollten, bin ich aus dem Terrassenfenster gesprungen. Aber der Viehtransportfahrer sprach meine Sprache, Eselssprache, und er hat mir ganz leise erzählt, dass mir nichts passiert und dann habe ich mich wieder in das Haus getraut und mich einfangen und ein Halfter überziehen lassen.
Auf den Transporter wollte ich aber nicht, ich habe mich mit allen 4 Füssen dagegen gestemmt. Aber es half nichts, wie eine Seilwinde haben sie meinen Kopf hochgezogen, dass ich immer nachgeben mußte und dann bin ich rauf.
Dann kam die Fahrt über die Autobahn nach Campos, der Wind pfiff mir ganz schön um die Ohren.
Ja und dann kam ich auf Juttas Grundstück, runter vom LKW ging natürlich ganz einfach. Aber Hardy hatte noch keinen Elektrozaun aufgebaut, so wurde ich erst einmal angepflockt.
Auf den Zaun hätte ich ja gut verzichten können, aber Jutta meint, ich haue sonst ab… Habe schon ein paar mal einen gezongt bekommen, vor Schreck galoppiere ich dann los.
Aber eigentlich fühle ich moch schon ganz wohl. Die Hunde ignoriere ich einfach, dann geben sie Ruhe.
Für morgen hat Jutta mir frisches Grün und einen Strohrolla versprochen, davon träume ich jetzt. Meine Vergangenheit werde ich ganz schnell vergessen…
Adios Euer
Pablo
hier meldet sich Pablo, der Esel.
Ich bin nach meinem Umzug zu Jutta und Hardy gut angekommen in meinem neuen Leben. Jose hat mir einen Riesenrolla Getreide an den Stromzaun gelegt und Alfaalfa. Na, da ich so einen Hunger hatte, habe ich mir erlaubt, als alle beschäftigt waren, durch den Zaun zu laufen - sie hatten nämlich den Strom ausgestellt - und endlich zu fressen. Na, dann hat mich Jutta erwischt und ich wollte ja nicht an den Stromzaun und wußte auch nicht wohin und da bin ich einfach abgehauen. Über Stock und Stein, Felder und Mauern, mal bin ich gerannt, mal zu Jutta zurück, aber weit weggelaufen bin ich nie von ihr. Sie und Hardy waren mir immer auf den Fersen. Aber immer wenn mich einer am Halfter halten wollte, habe ich sie einfach abgeschüttelt.
Dann regnet es jeden Tag in Strömen und ich werde immer nass. Die Blitze und Donner jede Nacht nehme ich ja schon recht cool. Jetzt hat Hardy mir ein Dach am Haus gebaut und ich bekomme auch mein Futter darunter, damit ich und das Futter nicht nass werden. Super. Und ich tauche meine Nase so gerne in das frische Getreide. Wenn Jutta mich morgens begrüßt, gallopiere ich ihr entgegen, denn sie hat immer etwas für mich. Wenn sie dann mit den Hunden über die Felder läuft, schicke ich ein lautes IAAAAAAAAAAAAhh rüber. Manchmal antwortet aus der Ferne ein Eselskumpel, dann unterhalten wir uns laut über die Felder hinweg. Man muss ja wissen, was so los ist.
Meine Kastartion ist verschoben wegen Regen. Da müssen 4 Leute mithelfen. Ich weiß ja nicht was auf mich zukommt. Am 12.10 ist es dann so weit!
Aber es wäre supertoll, wenn ein paar Spenden zusammen kommen, weil ich ja über die Perrera laufe und (eigentlich) gar kein Hund bin, obwohl die Hundekumpel mich wohl gut leiden könne. Sie schauen jeden Tag mehrmals vorbei und ich spiele mit ihnen. Wie? Wir spielen Nachlaufen, mal sie, mal ich.
Jeder noch so kleine Betrag ist herzlich willkommen und hilft uns sehr!
Wir hoffen, dass wir Sie von unserer Arbeit überzeugen und Ihr Vertrauen gewinnen konnten.
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Adios
Pablo











